/Ausgabe 13 c't Seite 24 Orginal
Obwohl ATI und Nvidia schon die zweite Generation Ihrer DiretX-9-CHips
präsentiert haben, ist ein aussagekräftiger Vergleich beider Chip-Linien immer noch äusserst schwierig . Besonders schwer vorherzusagen ist das Potential dei den kommenden DirectX-9-Funktionen, da erst zu Jahresende erste Titel (Games usw.) zu erwarten sind.
Den einzigen unabhänigen Test 3DMark2003, in dem Nvidia teilweise deutlich schlechter als ATI abschneidet, kritisieren die Kalifornier als realitätsfremd und argumentieren vor allem gegen die ersten drei Testläufe, mit denen Futuremark vor allem bestimmte Spiele-Genres simulieren will. Auf der anderen Seite hat Nvidia spezielle Erkennungsmechanismen für den 3DMark2003 in seinen Treiber eingebaut und damit vor allem die Resultate bei den Tests mit den DirectX-9-Funktionen annähernd auf das Niveau der ATI angehoben. Der Treiber tauscht dabei bestimmte Grafikbefehle (Shader-Programme) des Benchmarks gegen eigene, optimierte Abläufe aus. Daraufhin änderte Futuremark sein Programm so, dass die Nvidia Chips wieder ihre ursprünglichen Shader ausführen müssen.
Da beim vierten Test "Mother Nature" jetzt auch ATI wieder langsamer wird, haben offenbar die Kanadier ebenfalls den Test manipuliert. Der Streit gipfelt schliesslich in der Behauptung, dass 3DMark2003 die Nvidia-Chips absichtlich schlecht aussehn lässt, da man eine Summe von 400 000 US-Dollar nicht zahlen wollte, die Futuremark für die weitere Teilnahme an der 3DMark-Entwicklung verlangt haben soll.
Inzwichen ist Futuremark zu Zugeständnissen bereit und will das Konzept eines Tests ohne Chip-Spezifische Anpassungen verlassen. Man sieht jetzt die Notwendigkeit, Gtrafikchips mit optimierten Shadern zu testen, da dies auch die Praxis bei Spieleentwicklungen ist. Wie bei guten Spieleengines will man im 3DMark selbst für jeden Chip einen eigenen Codpfad einbaun. Diese bietet Chipherstellern genügend Optimierungsmöglichkeiten und heimliche Manipulationen in den Grafiktreibern sind nicht mehr nötig.
Futuremarks Eile, den 3DMark möglichst rasch nach Verfügbarkeit der DirectX-9-Chips fertig zu stellen, hat offenbar zu einem angreifbaren Testkonzept geführt, das man jetzt korrigieren muss. Zu wünschen ist, dass Futuremark Nvidia nicht zu sehr Nvidia entgegenkommt. Nvidia Kritik an den ersten drei Testläufen und an dem Einsatz von Pixel-Shader 1.4 ist nämlich nicht völlig überzeugend,wie einige Analysen zeigen.
Vielleicht gibt ja sogar Nvidias eigenes Demo Dawn einen Hinweis darauf, das ATI das grössere DirectX-Potential hat. Eine Gruppe von MIT-Studenten hat einen OPbenGL-Treiber entwickelt, mit dem die Demo auch auf ATI-Grafikkarten läuft. Da die demo keine Bildrate anzeigt, haben wir die Geschwindigkeit in Fraps ermittelt. Ohne Antialiasing und anisotrope Filterung erreicht eine GeForceFX 5700 Ultra 15 Bilder/s , während eine Radeon )800 Pro den Nvidia Chip mit 30 Bilder/s geradezu deklassiert. Nvidia wendet ein das die ATI-Grafikarte nicht alle Details wiedergibt. So sollen Dawns HArre mit ATI schlechter aussehen, was wir nicht bestätigen können. Allerdings fehlen an den Augen die Wimpern sowie ein Aufwendiger Lid- und Träneneffeckt, der aus 10 000 Dreiecken bestehen soll. Ein absulut fairer Vergleich ist also auch mit diese Demo nicht möglich.
Etwas mehr Licht in die Angelegenheit bringt hoffenlich der nächste DirectX-9-Benchmark "AuqaMark3", den die Entwickler von AuqaNox angekündigt haben.
Literatur und Verweise zu dem Thema: http://www.tech-report.com/etc/2003q...y/index.x?pg=1 http://www.beyond3d.com/articles/3dm...post/index.php www.rage3d.com/articles/atidawning www.fraps.com www.auqamark3.com